Renaturierung

>> Unser Ansatz ist, über die Revitalisierung des Guldenbachs verlorene Lebensräume wieder zu gewinnen<<


Mit freundlicher Unterstüzung der unteren Wasserbehörde konnte im Oktober 2018 das nächste Renaturierungsprojekt angegagen werden. Im strukturarmen Gewässerbereich auf Höhe der Grundschule Gudental wurden 20 Störsteine mit einer Kantenlänge von bis zu 1,50m  eingebaut. Um die Kollateralschäden durch das erforderliche, schwere Gerät möglichst klein zu halten wurden im Vorfeld durch Elektroabfischung so viel Fische wie möglich aus diesem Bereich entnommen und in anderen Teilen des Guldenbachs wieder ausgesetzt . Anschließend formte der Kettenbagger aus den 20 Steinen schließlich 2 Strömungslenker, mit dem Ziel der Gestaltung von unregelmäßigen Uferlinien und der Schaffung von Stillwasserbereichen sowie abwechslungsreichen Strömungsmustern. Somit wird es dem Guldenbach zukünftig erlaubt seinen Verlauf zu verbreitern, wodurch die Maßnahme langfristig zum natürlichen Hochwasserschutz beiträgt.  

   


Ein Hochwasser in 2016 hat mächtige Kiesanlandungen geschaffen – Laichplätze sind entstanden.
Der ASV Guldental konnte erreichen, dass diese Strukturen gesichert werden und ein Weg am Ufer zurückverlegt wird.

 



Einbau von Störsteinen zur Strukturverbesserung und Erhöhung der Eigendynamik



Reaktivierung Auwald 

Ziel dieser Maßnahme war es der Natur möglichst wenig Strukturen vorzugeben und die Eigendynamik optimal zu fördern. Dadurch war es möglich die Realisierungskosten äußerst gering zu halten und die Verbandsgemeinde Langenlonsheim zur Umsetzung im Rahmen des Naheprogrammes zu gewinnen. Unsere Fließgewässer sind heute zu über 90% mehr oder weniger stark beeinträchtigt. So hat sich auch am Guldenbach durch Begradigungen und Flurbereinigungsverfahren die Fließgeschwindigkeit erhöht.
Kennzeichnend sind, sich selbst verstärkende Erosionen, wobei sich der Guldenbach in Teilbereichen immer tiefer in sein Relief eingräbt. Durch diese Entwicklung gelingt es dem Bach nur noch extrem selten sein Bachbett zu verlassen und die Talaue zu überschwemmen. Neben dem Verlust von Retensionsraum ist das Trockenfallen wertvoller Wechselbiotope durch die ausbleibenden Wasserstandswechsel die Folge. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken und einen ca. 8 Hektar großen Auenwald zu reaktivieren, wurde ein Teilabschnitt in den ursprünglichen Zustand eines gegabelten Systems zurückversetzt.